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Die Ursache von Fusspilz und Nagelpilz

Betroffen von Fusspilz und Nagelpilz sind oft Diabetiker, Sportler und Menschen mit Schweißfüßen. Da übermäßiger Fussschweiss in den meisten Fällen die Ursache für Fusspilz und Nagelpilz darstellt, ist es sinnvoll zunächst die Schweißfüße erfolgreich zu behandeln. Denn Schweißfüße sind kalt, feucht und schlecht durchblutet, was der Enstehung von Fusspilz und Nagelpilz den idealen Nährboden bietet. Ziel der Schweißfußbehandlung ist es daher warme, trockene und gut durchblutete Füße zu bekommen, denn unter diesen Bedingungen haben Fusspilz und Nagelpilz kaum eine Chance.

 

Fusspilz und seine Symptome

Fusspilz entsteht unter feucht-kalten Bedingungen meist zwischen den Zehen. Verletzte oder durch Schweiss oder Wasser aufgequollende Haut ist für das Eindringen der Pilzsporen verantwortlich. Außerdem spielt ein angeschlagenes Immunsystem oft eine entscheidene Rolle. Ist einmal Fusspilz entstanden, sollte so schnell wie möglich gehandelt werden, da als Folge von unbehandeltem Fusspilz auch der hartnäckigere Nagelpilz entstehen kann. Symptome für Fusspilz sind Jucken, Brennen, gerötete- oder rissige Stellen (zwischen den Zehen), schuppende Haut oder Bläschenbildung.

Fusspilz verschwindet nicht von allein, sondern muss behandelt werden

Daher ist es wichtig, den Fusspilz sofort mit antimykotischen Cremes zu behandeln, wobei es extrem wichtig ist, die Cremes regelmäßig, ohne die Behandlung zu unterbrechen, und über das Abklingen der Symptome hinaus anzuwenden. Und nach dem Eincremen nicht sofort die Socken anziehen, sonst landet der Wirkstoff in der Socke! Die Creme mindestens 3 Minuten in die Haut einziehen lassen. Bei vielfacher Anwendung eines Wirkstoffes kann sich eine Resistenz der Pilzgattung gegen den Wirkstoff einstellen. Deswegen kann es sinnvoll sein gelegentlich das Produkt zu wechseln.

Neben der Behandlung von Fusspilz sind folgende Maßnahmen sehr wichtig, um einen Rückfall zu vermeiden:

Es ist ratsam die Socken mit Zugabe von desinfizierenden Hygienespülern bei mindestens 60°C zu waschen und die Schuhe mit Desinfektionsspray einzusprühen. Darüber hinaus sollten die Schuhe nicht jeden Tag getragen werden, sondern mindestens 48 Stunden auslüften. Außerdem ein extra Handtuch nur für die Füsse benutzen und täglich wechseln, um zu vermeiden, das sich die Pilze auch an anderen Körperregionen niederlassen können (auch das Handtuch bei mindestens 60°C mit Hygienespülerzusatz waschen).

So kurz wie möglich duschen, da die Haut sonst aufweicht und die Pilzsporen leichter eindringen können. Die Zehenzwischenräume gründlich abtrocknen! Im Schwimmbad oder in der Sauna immer Badeschlappen tragen. Nach dem Duschen oder Baden zu Hause unbedingt den Nassbereich desinfizieren, damit kein ping-pong Effekt mit anderen Familienmitgliedern entstehen kann.

Achtung: Niemals versuchen die Hautschüppchen oder -bläschen mit einem Bimsstein "wegzurubbeln", denn dadurch wird die Haut verletzt und die Sporen können ungehindert in tiefe Hautregionen eindringen, wodurch sich der Fusspilz weiter ausbreiten kann.

Nagelpilz professionell behandeln lassen

Nagelpilz erkennt man daran, das der Nagel sich verfärbt und dicker wird. Nicht nur das der Nagel unansehnlich wird, er kann auch Schmerzen verursachen.

Bei Nagelpilzinfektionen ist es ratsam, eine Fusspflegepraxis aufzusuchen und sich professionell beraten und behandeln zu lassen. Das Lacken der betroffenen Nägel auf eigene Faust ist wenig erfolgversprechend. Außerdem bei der Fusspflege darauf achten, das erst die gesunden Fussnägel geschliffen werden und zum Schluss die kranken, um die Ausbreitung des Pilzes auf gesunde Nägel zu vermeiden. Zusätzlich sollte man unmittelbar nach der Fusspflege, noch vor dem Lacken, die Füsse desinfizieren, da beim Schleifen Pilzsporen aufgewirbelt werden, die wieder neue Infektionen auslösen können.

Nagelpilz erfolgreich behandeln mit der richtigen Ernährung

Zusätzlich zur professionellen Nagelpilzbehandlung (medizinische Fusspflege) durch eine Fusspflegerin und durch Verwendung pilzabtötender Lacke, kann eine Anti-Pilz-Diät den Behandlungserfolg beschleunigen. Da sich Pilze von Zucker, Calcium und Hautschüppchen ernähren, ist es schwierig den Pilz erfolgreich zu behandeln, wenn man permanent große Mengen von Zucker in Form von Kohlenhydraten zu sich nimmt. Nimmt man dem Pilz die Nahrungsgrundlage, ist er folglich stark geschwächt und kann schneller, wirksamer und nachhaltiger behandelt werden. Das ist ein wichtiger Faktor, denn die Rückfallquote bei Fusspilz und Nagelpilz ist extrem hoch, besonders wenn man unter Schweißfüßen leidet.

Bei der Anti-Pilz-Diät sollte man für ca. 4 Wochen (fast) ganz auf jegliche Kohlenhydrate verzichten und keine Calciumhaltigen Speisen (Milch, Calciumtabletten) zu sich nehmen. Kohlenhydrate sind zum Beispiel Süssigkeiten, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Brot, Müsli, Obst.

Es bietet sich in diesem Zusammenhang die Atkinsdiät an, bei der man sich ausschließlich von Fisch, Fleisch aller Art, Fett und einigen Gemüsesorten ernährt. Das klingt erstmal nach einseitiger Ernährung, es gibt allerdings Rezeptbücher für solche Diäten, die soviele leckere Gerichte enthalten, das man für einen Monat genug Abwechslung hat. Der positive Nebeneffekt wäre, das man dabei noch ein paar Pfunde verliert.

     Nagelpilz an den Zehen

Pilze, Pilzbestimmung und Pilzlexikon


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